Corona: Fragen und Antworten der telefonischen Bürgerfragestunde

Fragen zur Corona Krise WEB

Ihre Anliegen nehme ich sehr ernst. Meine erste Telefonsprechstunde zeigte, dass sich viele Menschen in meinem Wahlkreis ernste Sorgen machen. Sorgen um ihre Gesundheit und die ihrer Angehörigen, Sorgen aber auch um ihre beruflichen Existenzen. In vertraulichen Gesprächen am Telefon konnte ich in Ruhe zuhören und mich in die Lage er einzelnen Anrufer hineinversetzen. Nicht in allen Fällen konnte ich sofort eine hundertprozentige Lösung für Probleme anbieten, diese oft sehr konkreten Fragen werde ich den zuständigen Experten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und in den Ministerien in Berlin weitergeben.

Hier einige Beispiele von Fragen aus meiner Telefonsprechstunde:

 

Wann darf man die Fieberambulanz aufsuchen?
Am Anfang sollte man telefonischen Kontakt mit dem Hausarzt aufnehmen. Dem Arzt schildert man die Symptome, danach nennt er die weiteren notwendigen Schritte. Erreicht man den Arzt nicht, kann man sich unter der Hotline des Gesundheitsamtes informieren. Es geht hier darum, die eingerichteten Fieberambulanzen nicht zu überrennen.

Kann ich auch als selbstständiger Physiotherapeut finanzielle Unterstützung erhalten bzw. viele Freiberufler wie Schausteller oder Dozenten stehen gerade ohne Einnahmen da, wird es hier finanzielle Unterstützung geben?
Ja. Die Bundesregierung plant ein weiteres Hilfsprogramm im Volumen von mehr als 40 Milliarden Euro zugunsten von Klein- und Soloselbstständigen. Das wurde mir aus Regierungskreisen bestätigt. Über Details wird noch zwischen den Ministerien für Wirtschaft und für Finanzen verhandelt. Ich gehe aber davon aus, dass spätestens am kommenden Montag die Einzelheiten bekannt sind. Dann ist auch bereits eine Beschlussfassung im Bundeskabinett vorgesehen. Wir werden hier keine Gerechtigkeitslücke zwischen Industrie und kleinen Selbstständigen zulassen.

Viele kleinere mittelständische Unternehmen kämpfen aktuell auch um ihr betriebliches Überleben. Welche Hilfen sieht der Staat hier vor?
Hierzu ist schon einiges bekannt. Neben dem Kurzarbeitergeld, kurzfristigen Liquiditätskrediten oder Steuerstundungen, die unbürokratisch zu beantragen sind, wird es auch hier nächste Woche noch weitergehende Unterstützung geben.

Warum haben Friseure noch geöffnet?
Friseure wurden von der Landesregierung in Mainz als für den Alltag der Bürgerinnen und Bürger wichtige Einrichtungen angesehen. Trotz aller Einschränkungen soll das tägliche Leben weitestgehend aufrechterhalten werden, der Besuch eines Friseurs wird deshalb bisher zugelassen. Zurzeit wird aber auch darüber intensiv diskutiert.

Welche Konsequenzen hat eine mögliche Ausgangssperre für Hundebesitzer?
Mit dem Verhängen von Ausgangssperren werden immer auch verbindliche Reglungen für Ausnahmen mitgeteilt. Dazu gehört auch der Alltag mit Haustieren. Kurze wohnungsnahe Spaziergänge mit Hunden und das Versorgen von Pferden werden sicher möglich sein.

Darf eine Alleinerziehende im Homeoffice ihr Kind noch zur Tagesbetreuung bringen?
Ja. Auch bei Ausgangssperren wird dies möglich sein. Wichtig ist, dass Dinge auf dem direkten Weg mit so wenigen Sozialkontakten wie nur möglich passieren.

Viele ältere Menschen haben zu Hause ausländische Pflegekräfte. Können diese Pflegekräfte trotz Grenzschließungen und bei etwaiger Ausgangssperre noch kommen?
Auch in diesen Fällen können ausländische Kräfte mit ihren Arbeitsbescheinigungen die Grenzen überqueren. Dies erleben wir ja gerade auch im grenznahen Berufspendlerverkehr. Im Übrigen haben wir auch die Grenzen zu unseren östlichen Nachbarn nicht geschlossen.

Werden für private Pflegekräfte, die ja unmittelbaren und körperlichen Kontakt mit der Risikogruppe haben, Möglichkeiten geschaffen, sich mit Schutzausrüstung wie z.B. einem Mundschutz auszustatten?
Unter Hochdruck wird an der Beschaffung und der Versorgungslage gearbeitet. Ich bin mir sicher, dass momentane Engpässe hier bald beseitigt sind und werde mich dafür einsetzen, dass auch private Pflegedienste dazu Zugang erhalten. Die häusliche Pflege entlastet unser öffentliches Gesundheitssystem gerade auch in diesen Zeiten enorm.

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