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đŸŽ„ Videokonferenz: „Rettungsfonds muss kommen“

DEHOGA Videokonferenz web

Auf Initiative des Koblenzer CDU-Bundestagsabgeordneten JosefOster fand eine große Videokonferenz mit Hoteliers und Gastronomen der Region statt, zu der Oster gemeinsam mit dem rheinland-pfĂ€lzischen PrĂ€sidenten des Hotel- und GaststĂ€ttenverbandes (Dehoga), GereonHaumann, eingeladen hatte. Die klare Kernbotschaft der unter den Folgen der Coronakrise notleidendenden Branche: Damit die Mehrzahl der BetriebeĂŒberleben kann, ist ein Rettungsfonds dringend notwendig.

Der direkt gewĂ€hlte Abgeordnete fĂŒr den Wahlkreis Koblenz forderte gleich zu Beginn der Videokonferenz alle Teilnehmer auf Klartext zu reden. „Ich habe mich in den vergangenen Wochen unter anderem bei der MinisterprĂ€sidentin fĂŒr Ihre Belange eingesetzt und mich fĂŒr eine möglichst schnelle Öffnung unter klaren und nachvollziehbaren Regeln ausgesprochen. Jetzt geht es mir darum zu erfahren, was lĂ€uft und was noch nicht lĂ€uft.“

Dehoga-PrĂ€sident Gereon Haumann und die Hoteliers und Gastronomen aus den Landkreisen Mayen-Koblenz, Rhein-Lahn und Rhein-HunsrĂŒck nahmen Osters Aufforderung zu Klartext dankbar an. Haumann bedankte sich zunĂ€chst bei Oster fĂŒr dessen politische UnterstĂŒtzung, dann bekam der Abgeordnete (Haumann: „Josef Oster ist unser starker Mann in Berlin“) ungeschönt zu hören, wie existenziell bedrohlich die Lage vieler Betriebe ist. Der durchschnittliche Umsatzausfall durch die Zwangsschließung von 50 Prozent im MĂ€rz, 100 Prozent im April und 50 Prozent im Mai ist eine schwere Hypothek fĂŒr die gesamte Branche. „Alleine in Rheinland-Pfalz haben wir einen Umsatzausfall von rund zwei Milliarden Euro registriert“, so Haumann. Da der internationale und nationale Tourismus noch nicht angelaufen sind und auch heimische Kundschaft noch vorsichtig zurĂŒckhaltend die Gastronomie aufsucht, leben Hoteliers und Gastronomen im Land mehr schlecht als recht. Offen nannten einige Gastronomen wĂ€hrend der Videokonferenz ihre UmsĂ€tze, laufende Kosten und Kreditbelastungen.

All diese Beispiele machten deutlich, dass finanzielle Hilfen aus einem Rettungsfonds unverzichtbar sind. Oster lobte die Arbeit des Dehoga („Er leistet in dieser Krise vorbildliche Arbeit fĂŒr die gesamte Branche“), hörte auch Kritik, die sich an einige Bundespolitiker richtete, die sich derzeit aktiv fĂŒr Urlaube im Ausland aussprechen. „ZunĂ€chst brauchen wir Kampagnen fĂŒr Urlaub im eigenen Land“, so Haumann. Solange auslĂ€ndische Touristen wegen der Coronakrise nicht wie gewohnt kĂ€men, seien die Hotels und Pensionen auf deutsche Urlauber angewiesen, so Stimmen in der Videokonferenz. Einen Schritt in die richtige Richtung geht da Koblenz: „Wir starten eine Online- und Offline-Kampagne fĂŒr Ferien in Koblenz und der Region“, so der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Koblenz-Touristik, Claus Hoffmann. „Die Stadt hat dafĂŒr 250.000 Euro bereitgestellt.“ Josef Oster versprach, die Videokonferenz zum Anlass zu nehmen, die Tourismusförderung des Landeskritisch zu hinterfragen. „Ich bedanke mich bei allen fĂŒr diesen Meinungsaustausch. Ich habe jetzt einiges erfahren, was ich mit nach Berlin nehmen werde“, so Josef Oster.

Drei Kernforderungen der Hoteliers und Gastronomen:

Rettungsfonds: FĂŒr jeden Betrieb lĂ€sst sich auf Basis der Umsatzsteuervorauszahlungen im Jahr 2019 genau ermitteln, welchen Betrag Betriebe fĂŒr jeden Tag der Schließung erhalten mĂŒssen.

Mehrwertsteuer: Die beschlossene Befristung muss wegfallen, außerdem muss die Mehrwertsteuer auch fĂŒr GetrĂ€nke gesenkt werden.

Tourismus: Kampagnen fĂŒr Urlaub im eigenen Land, damit in diesem Jahr Hotels und Gastronomie besser ausgelastet werden.

Die gute Nachricht: Die Hotels in Rheinland-Pfalz mĂŒssen keine BeschrĂ€nkungen Ihrer KapazitĂ€ten befĂŒrchtet. Auch Stillstandsregeln, wonach Zimmer nach dem Verlassen von GĂ€sten eine gewisse Zeit nicht mehr vermietet werden können, gibt es nicht.

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