Vernünftige Lösung für Kliniken notwendig

GKM Besuch

In einer vertraulichen Gesprächsrunde haben sich die beiden Koblenzer CDU-Stadtratsmitglieder Josef Oster (MdB) und Mark Scherhag in der Klinik Kemperhof mit Geschäftsführerin Melanie Zöller und Sascha John, Regionalgeschäftsführer der mit der Geschäftsführung beauftragten Sana Kliniken AG, ausgetauscht. „Es ist unser gemeinsames Anliegen, dass dieses traditionsreiche Haus auch in Zukunft eine Topadresse für die medizinische Versorgung der Menschen in der Region bleibt“, sagte der Bundestagsabgeordnete Josef Oster. Und auch Mark Scherhag, Mitglied der Gesellschafterversammlung des Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, hob die enorme Bedeutung des Standortes hervor.

Verantwortung für die Region

Durch die konstruktive Zusammenarbeit der Gesellschafter mit dem Sana Management und den Partnerbanken konnte die finanzielle Situation des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein, zu dem die Krankenhäuser Kemperhof und Ev. Stift St. Martin (beide in Koblenz), St. Elisabeth in Mayen, Heilig Geist in Boppard und das Paulinenstift in Nastätten gehören, zuletzt stabilisiert werden. Die Form einer zukünftig enger verzahnten Zusammenarbeit wird bereits länger diskutiert. Zwischen den Vorstellungen der Sana AG und den Gesellschaftern des Klinikverbundes (neben vier Stiftungen sind dies die Stadt Koblenz und der Kreis Mayen-Koblenz) bestehen noch unterschiedliche Auffassungen. „Unser Ziel muss es sein, in Verantwortung für Koblenz und die Region eine vernünftige, zielorientierte Lösung für die Zukunft zu finden“, sagte Mark Scherhag. „Die Patientenversorgung, sowie die Sicherheit der Arbeitsplätze haben für uns eine hohe Priorität“, so Scherhag. „Wir müssen die Ein-Standort-Lösung in Koblenz und die bereits getätigten Zusagen der Landesregierung hinsichtlich einer Beteiligung an den Investitionskosten jetzt dringend vorantreiben“, stellt Oster klar.

 Lob an alle Beschäftigten

Im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein mit insgesamt 1.300 Betten kümmern sich mehr als 4.100 Mitarbeiter pro Jahr um zirka 49.000 stationäre und 105.000 ambulante Patienten. Geschäftsführerin Melanie Zöller beschrieb im Gespräch mit Josef Oster und Mark Scherhag den besonders fordernden Alltag, den alle Beschäftigten seit Beginn der Corona-Pandemie großartig bewältigen. „Sehr gut läuft auch die enge Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken“, so Zöller. Sie und ihr Kollege stellen fest, dass derzeit zwar die Zahl der Covid-Patienten abnehme, dafür würden diese immer jünger.

Die Corona-Pandemie hat natürlich auch gravierende wirtschaftliche Auswirkungen. „Durch Covid verlieren wir etwa ein Drittel unserer Belegungskapaziäten wegen der notwendigen Umwandlung von Dreibettzimmern in Zweibettzimmer. Den Ausfall der Krankenhausleistungen konnten wir nur durch die Verkürzung der Zahlungsfrist auf fünf Tage für die Kassen etwas kompensieren“, lobte John insgesamt die Hilfen durch die Bundespolitik, die die Liquidität gewährleistet hätten.

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